Nachträglicher Einbau, Kostenbeispiele Nachrüstung
- Lightstone Technisches Merkblatt
Vorbemerkungen
Das Nachrüsten einer Haltestelle mit barrierefreier Kantenbeleuchtung mag durch den erwarteten Bau- und Kostenaufwand zunächst abschrecken. Tatsächlich ist durch die Verlegung des 12V-Kabels in der Pflasterbettung und die einfache Verbundverlegung von Lightstone mit dem Pflaster der Aufwand kaum größer als bei einer Neuinstallation.
Da an Haltestellen stets gleiche Leuchtenabstände ausgeführt werden, empfiehlt sich die Vorinstallation zur fertigen „Lichterkette“ (Sichere Verbindungen, schneller Bauablauf!), so dass die Nachrüstung in einem Arbeitstag erledigt sein sollte.
Durch die Verlegung mit dem vorhandenen Pflaster bleibt die Menge der ursprünglichen Bettung unverändert, so dass unmittelbar nach dem Einbau die vorhandene Bettung nur noch abgerüttelt werden muss.
Einbau-Ablauf
- Pflasterreihe am Busbord und Pflasterreihe zum Stromanschluss durchgehend aufnehmen.
- Vorgefertigte „Lichterkette“ einsetzen (Anschlussfahne als Kabelschlaufe unter der Leuchte anordnen für evtl. späteren Austausch).
- Pflaster wieder in den restlichen Streifen einsetzen.
- Bei Einzelmontage zuerst Kabel verlegen (Schlaufe am Ort der späteren Leuchte!), Pflaster wieder einsetzen, Leuchte anschließen (Funktionstest!) und einsetzen in die bei gleicher Materialstärke unveränderte Bettung.
- 12V-Zuleitung zum Stromanschluss führen und an dort platzierten Trafo anschließen, Pflasterstreifen Stromzuleitung wieder verschließen.
- Aufgenommenes Pflaster wieder einkehren und abrütteln.
Bei Sonderfällen (Naturstein, Verlegen in Beton, etc.) finden Sie Hilfestellungen in unseren weiteren technischen Merkblättern.
Elektrischer Anschluss
Typischerweise ist an allen nachzurüstenden barrierefreien Haltestellen ein Stromanschluss nicht weit.
Durch die kompakten Abmessungen der LED-Treiber (Trafo) reicht für den Einbau die nächstgelegene Mast- oder Pollerleuchte (Zeichnung „A“) oder der Anschlusskasten im Wartehäuschen (Zeichnung „B“), die noch dazu die sinnvolle Zeitschaltung besitzen.
Bei weiter entfernten 230V-Stromquellen kann der Trafo dort bis zu einer 12V-Leitungslänge von ca. 80m zur Haltestellenkante eingebaut werden.
Kostenbeispiele
Bei der dargestellten bestehenden Busspur wurden insg. 76 Lightstone 16 x 16 x 8 cm nachgerüstet.
Zzgl. zu den eigentlichen Kosten wurden das Kabel in einem zusätzlichen Arbeitsschritt vorab verlegt, die Verbindungsstellen mit einer zusätzlichen Vergussdose gesichert und die E.-Inst. nicht in der Werkstatt, sondern einzeln vor Ort ausgeführt. Trotzdem geringer Aufwand von:
| Aufwand | Kosten |
|---|---|
| 2,5 Tage à 3 Mann à 8 Std. = 60 Std. à 45.- € | 2.700.- € |
Für eine Standard-Haltestelle mit 18 Leuchten ist auf dieser Basis und nach unseren Erfahrungen mit folgenden Kosten (inkl. E.-Inst.) zu rechnen:
| Aufwand | Kosten |
|---|---|
| 1 Tag à 2 Mann à 8 Std. = 16 Std. à 45.- € | 720.- € |




